In dieser Reihe betreiben wir eine erstklassige Nachlese internationaler Festival-Highlights, die man unbedingt auf der großen Leinwand gesehen haben sollte.
Mit ihrem Langfilmdebüt MADAME KIKA gelingt der belgischen Regisseurin Alexe Poukine ein zartes, unkonventionelles Porträt einer außergewöhnlichen Frau zwischen wirtschaftlicher Notlage und erhofftem Neubeginn. Die Tragikomödie lief auf zahlreichen Festivals und wurde in Cannes 2025 in der Reihe Semaine de la Critique präsentiert.
Drei Leben, drei Epochen, ein Baum – nach dem Goldenen-Bären-Gewinner KÖRPER UND SEELE (2017) präsentiert die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi mit SILENT FRIEND ein poetisches, sensibles Werk, in dem die Beziehung zwischen Pflanzen und Menschen zum Sinnbild für die universelle Sehnsucht nach Verbundenheit wird. Das Drama wurde in Venedig mit dem FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik und Luna Wedler als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.
SORRY, BABY ist das kraftvolle Spielfilmdebüt von Eva Victor – eine kluge und zärtliche Geschichte über Heilung, Freundschaft und stille Selbstbehauptung. Produziert von Barry Jenkins, Adele Romanski und Mark Ceryak (MOONLIGHT, AFTERSUN) und vielfach ausgezeichnet, markiert der Film den Auftakt einer neuen Stimme im zeitgenössischen US-Independent-Kino.
In Kooperation mit dem WAZ Wiesbadener Architekturzentrum e.V.: Die schwarzhumorige Satire NO OTHER CHOICE basiert auf dem Roman „The Ax“ von Donald E. Westlake und feierte seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig 2025. Es ist der 13. Spielfilm des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook. Nachdem der Regisseur mit DIE TASCHENDIEBIN (2016) und DIE FRAU IM NEBEL (2022) zuletzt zwei raffiniert konstruierte Thriller gedreht hat, sprengt er diesmal alle Genregrenzen.
Bild: SORRY, BABY © A24