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Gesellschaftliche Entwicklungen

MEIN GESTOHLENES LAND (DE 2022) führt das Publikum nach Lateinamerika, in ein Land mit immensen natürlichen Ressourcenreserven, unberührter Natur und einer korrupten Führung: Ecuador. Doch das Land ist kaum mehr eigenständig handlungsfähig, da man immense Schulden bei China machte. Wie konnte es dazu kommen? Marc Wiese folgt in seinem Dokumentarfilm zwei Protagonisten: Paul Jarrin, der den indigenen Widerstand gegen die Ausbeutung ihres Landes anführt, und dem Journalisten Fernando Villavicencio, der Zugang zu tausenden von Geheimverträgen zwischen China und Ecuador hat und damit diese Verschwörung aufdeckte.

Das Drama SHE SAID (US 2022) von Emmy-Gewinnerin Maria Schrader erzählt vom riskanten Weg zweier Journalistinnen, die 2017 den weitreichenden Machtmissbrauch gegenüber Frauen im US-amerikanischen Filmgeschäft aufdeckten. Megan Twohey und Jodi Kantor wurden für ihre investigative Arbeit 2018 mit dem Pulitzer-Preis in der Kategorie „Dienst an der Öffentlichkeit“ ausgezeichnet.

Im Februar möchten wir besonders auf den Dokumentarfilm THE LOST SOULS OF SYRIA (FR/DE 2022) von Stéphane Malterre in unserem Programm hinweisen. Der Regisseur sowie seine Ko-Autorin und Fachberaterin Garance Le Caisne zeigen in ihrem Film, inwieweit sich die internationale Justiz als unfähig erweist, den syrischen Staat, trotz unzähliger und aussagekräftiger Beweise über Folterungen an Zivilist*innen, anzuklagen. Malterre und Le Caisne begleiten die Angehörigen der Opfer, Aktivist*innen und einen militärischen Überläufer, der Beweise aus Geheimarchiven gestohlen hat, bei ihrem Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit.
Wir präsentieren den Film zum Bundesstart und dürfen Stéphane Malterre, Garance Le Caisne und die Produzentin Vanessa Ciszewski am 4. Februar bei uns im Kino begrüßen.

Bild: THE LOST SOULS OF SYRIA © Stéphane Malterre

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