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EIN BLONDER TRAUM

Die zwei befreundeten Fensterputzer Willy und Willy, die in ausrangierten Eisenbahnwaggons vor den Toren Berlins kampieren, werben um die noch ärmere Artistin Jou-Jou, die nur einen großen Traum hat – Hollywood!

Die Auswirkungen einer desaströsen wirtschaftlichen Situation mit 6 Millionen Arbeitslosen zum Ende der Weimarer Republik brachten so genannte „Depressions-Musicals“ hervor. Die Drehbuchautoren Walter Reisch und Billy Wilder suchten in dieser mitreißenden Romanze das Glück nicht in Reichtum, sondern im bescheidenen bürgerlichen Heim. Allein die Kombination des Kinotraumpaars Harvey/Fritsch mit Publikumsliebling Willi Forst machte diese pfiffige Komödie, in der Komponist Werner R. Heymann mit Liedern wie „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück“, „Einmal schafft es jeder“ oder „Wir zahlen keine Miete mehr“ für musikalisches Zeitkolorit sorgte, zu einem Publikumserfolg.

Zeitgenössische Kritiken:

„Selten fand man das stets schwierige Problem des operettenartigen, musikalischen Drehbuchs so befriedigend gelöst; das funkelt von Einfällen, und zwar nicht nur im amüsanten Dialog, sondern in sehr origineller Bild- und Szenenführung; das sprudelt von optischen Einfällen und löst in beispielgebender Form das Ineinander von Bildhandlung und Musik.“ (Lichtbild-Bühne)

Im Juli zeigen wir im Murnau-Filmtheater LIEBE MUSS VERSTANDEN SEIN und EIN BLONDER TRAUM aus dem späten Weimarer Kino sowie online im Kino3 die Screwball-Komödie GLÜCKSKINDER aus dem Jahr 1936.

Bild: Quelle DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

120. Geburtstag Konstantin Tschet
EIN BLONDER TRAUM
Regie: Paul Martin, DE 1932, 95 min, 35mm, FSK: ab 6, mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Willi Forst


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