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Pionierinnen des Kinos

Pionierinnen des Kinos rückt Frauen in den Fokus, die das frühe Kino maßgeblich geprägt haben – oft im Schatten der Filmgeschichte. Anhand von Spielfilmen aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung werden unterschiedlichste Gewerke – vom Drehbuch über das Kostümbild bis hin zur Regie und Produktion – beleuchtet.

Über die Familie und Herkunft der in Shanghai geborenen Aenne Willkomm (1902-1979) ist nur wenig bekannt. Sie machte eine Ausbildung als Modezeichnerin und wurde bei der Abschlussprüfung 1922 von Filmproduzent Erich Pommer entdeckt. Ihr erster Auftrag führte sie unmittelbar zu einem Werk, das später als Meilenstein der deutschen Filmgeschichte gelten sollte: Fritz Langs Epos DIE NIBELUNGEN. Ursprünglich von Produzent Pommer zur Unterstützung des schwer erkrankten Kostümbildners Paul Gerd Guderian engagiert, verstarb dieser noch während der Dreharbeiten, sodass Willkomm den Auftrag alleine zu Ende führen musste – mit Erfolg! Alle Regisseure wollten plötzlich mit der talentierten Frau zusammenarbeiten, woraufhin sie zur Leitung der Ufa-Kostümabteilung aufstieg. Dort verantwortete sie in letzter Instanz die Entwürfe und die Produktion sämtlicher Kostüme der in- und ausländischen Filme, die in Neubabelsberg gedreht wurden, wie METROPOLIS und ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS.

Wir stellen das Werk von Aenne Willkomm im September mit Monumentalfilm-Zweiteiler DIE NIBELUNGEN und der Theodor Storm-Verfilmung ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS vor.

Bild: Gerda Maurus in FRAU IM MOND (1929, R: Fritz Lang) – Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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