Wiesbadener Erstaufführung: Nach 14 Jahren auf dem Festland kehrt Hein in seine Heimat zurück – das einzige Dorf auf einer abgelegenen Nordseeinsel. Zu seiner Überraschung erkennt ihn die eingeschworene Dorfgemeinschaft nicht wieder. Sogar sein Kindheitsfreund Friedemann distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Um herauszufinden, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt, rufen die Bewohner*innen ein Dorfgericht ins Leben. Doch im Verlauf des Prozesses mehren sich die Ungereimtheiten. Heins Erinnerungen an seine Jugend unterscheiden sich grundlegend von denen der geladenen Zeug*innen. Mit jedem Verhandlungstag verschlechtert sich die Stimmung im Dorf, aus Verdächtigungen wird offene Feindseligkeit. Alle sind überzeugt, dass Hein ein Betrüger ist. In seiner Angst, alles zu verlieren, begibt sich Hein verzweifelt auf die Suche nach Beweisen, die seine Erinnerungen bestätigen – bis er erkennt, was er lange nicht sehen wollte.
DER HEIMATLOSE feierte seine Uraufführung bei der Berlinale 2026 in der Reihe Perspectives.
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Pressestimmen:
„Ein Film von einzigartiger Schönheit und thematischer Tiefe.“ (Screen Interational)
„Mitreißend vom ersten Moment.“ (taz)
„Fesselnd und hervorragend gespielt.“ (The Hollywood Reporter)
„Mit seiner deutschen Antwort auf DOGVILLE gelingt Kai Stänicke ein vielversprechendes Debüt mit einer starken Vision und einem herausragenden Cast, selbst wenn das Brecht’sche Moralstück im Zentrum ab einem gewissen Zeitpunkt doch einigermaßen durchschaubar und deswegen weitestgehend überraschungsfrei geraten ist.“ (filmstarts.de)
„Ambitioniert im Ansatz, getragen von einer präzisen Sprache, der es gelingt wie aus ferner Vergangenheit zu wirken und zu moderne Formulierungen zu vermeiden: Ein bemerkenswertes Debüt, das gespannt auf die nächsten Filme von Kai Stänicke macht.“ (programmkino.de)
Bild © Florian Mag
Kennzeichen D
DER HEIMATLOSE
Regie: Kai Stänicke, DE 2026, 127 min, DCP, DF, FSK: ab 12, mit Paul Boche, Emilia Schüle, Philip Froissant