Im Jahr 1911 forderten über eine Million Frauen in Europa und in den USA auf Demonstrationen und Versammlungen das Wahlrecht für Frauen ein. Ihr mutiger Einsatz für Demokratie und Gleichberechtigung legte weltweit den Grundstein für die feministischen Kämpfe der nachfolgenden Generationen. Jedes Jahr am 8. März gehen Menschen auf die Straße und machen sichtbar, dass politische Teilhabe, ein Recht auf Bildung und Arbeit, körperliche und sexuelle Selbstbestimmung immer noch nicht selbstverständlich sind.
In diesem Monat präsentieren wir Filme von, mit, über – aber definitiv nicht „nur“ für – Frauen.
NO MERCY untersucht Macht, Geschlecht und Freiheit im Kino. Die Filmemacherin Isa Willinger bringt dafür bedeutende Regisseurinnen wie Céline Sciamma, Alice Diop und Catherine Breillat in einen intimen Dialog. Gemeinsam diskutieren sie über Sex, Gewalt, den „Female Gaze“ und die radikale Beobachtung, dass Frauen oft die härteren Filme drehen.
In MEIN NEUES ALTES ICH erkundet Louise Unmack Kjeldsen das Tabuthema Menopause. Trotz massiver Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Demenzrisiko bleibt diese Lebensphase aufgrund historischer Vorurteile mangelhaft erforscht. Der Film bricht das Schweigen, lässt Betroffene sowie Forschende zu Wort kommen und räumt mit Mythen über den Östrogenrückgang auf.
Die belgischen Regisseure Jean‑Pierre und Luc Dardenne präsentieren mit JEUNES MÈRES – JUNGE MÜTTER ihr neues sozialrealistisches Drama über fünf junge Frauen, die in einem Mutter‑Kind‑Heim ihren Platz in der Welt suchen. Der Film feierte seine Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes und wurde dort u. a. mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet.
Bild: NO MERCY © Real Fiction Filmverleih