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35. Todestag Willi Kollo

Willi Kollo (*28.4.1904 in Königsberg, heute Kaliningrad; †4.2.1988 in Berlin) begann seine künstlerische Laufbahn in jungen Jahren als Mitarbeiter seines Vaters, dem berühmten Komponisten Walter Kollo. So verfasste er schon als Zwölfjähriger Texte für dessen Operetten. Unter anderem arbeiteten die beiden bei der Operette „Marietta“ zusammen, die 1917 im Metropol-Theater in Berlin uraufgeführt wurde.

In den 1920er Jahren machte sich Willi Kollo einen Namen als Autor von Kabarett-Revuen. Aus seiner Feder stammten sowohl politische Texte für die linksintellektuelle Berliner Szene als auch erfolgreiche Schnulzen und Schlager. Claire Waldoff, Richard Tauber, Hans Albers und Max Hansen interpretierten seine Couplets.

In der NS-Diktatur arbeitete er unbeirrt weiter, konzentrierte sich auf vermeintlich harmlose und unpolitische Unterhaltung – zum Beispiel seinen Operetten-Dauerbrenner „Wie einst im Mai“. Seit 1930 schrieb er zudem Filmmusik für Komödien wie MEINE FRAU, DIE HOCHSTAPLERIN (1931) und ZWEI IN EINER GROSSEN STADT (1942), sowie Drehbücher für WIR TANZEN UM DIE WELT (1939) und MEINE FREUNDIN BARBARA (1937).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er bei der Entnazifizierung als 1947 als „entlastet“ eingestuft. In Hamburg, wohin er mit seiner Familie 1945 geflüchtet ist, beteiligt er sich erfolgreich am Wiederaufbau der Kulturszene.

Er war der Vater des Tenors René Kollo und der Agentin für Musiktheater und Musik- und Bühnenverlegerin Marguerite Kollo.

Bild: Quelle DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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