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LOLITA LESEN IN TEHERAN (Reading Lolita in Tehran) (DF)

Im postrevolutionären Teheran der 1990er-Jahre wagt die Literaturprofessorin Azar Nafisi einen stillen Akt des Widerstands: In ihrer Wohnung versammelt sie heimlich sechs ihrer Studentinnen zu einem privaten Lesekreis. Gemeinsam tauchen sie in die verbotenen Werke der westlichen Literatur ein – von Vladimir Nabokov über F. Scott Fitzgerald und Henry James bis hin zu Jane Austen. Inmitten politischer Repression und religiöser Kontrolle wird das Lesen zu einem Akt der Selbstermächtigung, der die Frauen zum Reflektieren über Freiheit, Liebe und Identität inspiriert.

Mit Lolita lesen in Teheran erzählt Eran Riklis die wahre Geschichte von Azar Nafisi – basierend auf ihrem gleichnamigen internationalen Bestseller. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes Drama über Mut, Hoffnung und die stille Kraft der Worte. In poetischen Bildern und getragen von einem herausragenden Ensemble um Golshifteh Farahani und Zar Amir zeigt der Film eindrucksvoll, wie Literatur selbst in den dunkelsten Zeiten Räume innerer Freiheit schaffen kann.

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Pressestimmen:

„Golshifteh Farahani, die als Iranerin schon viele Jahre im französischen Exil lebt und dort eine bekannte Schauspielerin wurde, verkörpert Azar Nafisi mit einer beeindruckenden Mischung aus Intelligenz, Würde und unerschrockenem Mut. Ihre stille Kraft trägt den Film. Ihr Spiel vermeidet Pathos und zeigt eine Frau zwischen Wut und Resignation, zwischen Trotz und Verletzlichkeit, die sich ihre Gefühle nicht anmerken lassen will.“ (programmkino.de)

„Mithilfe eines starken Ensembles, eindringlichen Bildern und einer zwischen erschütternden, leichtherzigen und hoffnungsvollen Momenten wandelnden Inszenierung erweckt Regisseur Eran Riklis (LEMON TREE) Nafisis Bestseller zum Leben und erzählt eine bewegende Geschichte über Liebe, Mut und Selbstermächtigung. […] Bewegendes Drama über die Kraft des geschriebenen Wortes.“ (Cinema)

„Ein ambitioniertes Drama über das Leben in einer Diktatur zwischen Anpassung und Widerstand, das für die Freiheit der Kunst und der Gedanken Partei ergreift – immer leicht distanziert und ohne Pathos, aber mit einer klaren kämpferischen Message.“ (filmstarts.de)

„Große Stärken entfaltet der Film immer dann, wenn die Frauen unter sich sind. Die atmosphärisch starke Kamera von Hélène Louvart setzt in solchen Momenten ganz auf Großaufnahmen. In den Gesichtern erforscht sie deren komplexe Gefühle zwischen Depression und Aufbruch, zwischen Traumata und Glücksfantasien. Vieles aus dem autobiografischen Roman, was sich nicht direkt in Bilder umsetzen lässt, wird hier angedeutet oder schwingt zwischen der äußeren Handlung mit. Dazu tragen die herausragenden Darstellerinnen bei, allesamt Exil-Iranerinnen, denen das politisch äußerst relevante Filmprojekt spürbar am Herzen liegt.“ (film-rezensionen.de)

In Kooperation mit dem Amnesty International Wiesbaden und der Buchhandlung spielen&LESEN aus Wiesbaden-Dotzheim.  

Bild © Marie Gioanni

Literaturverfilmungen
LOLITA LESEN IN TEHERAN (Reading Lolita in Tehran)
Regie: Eran Riklis, IT/IL 2025, 108 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 12, mit Golshifteh Farahani, Zar Amir, Mina Kavani

Am Samstag mit thematisch passendem Büchertisch der Buchhandlung spielen&LESEN aus Wiesbaden-Dotzheim.  


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