In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar. INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR ist ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.
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Pressestimmen:
„Dieses eigenwillige Biopic sprüht vor Ideen und findet einen sinnlichen Zugang zur sprachgewaltigen Schriftstellerin. Ein funkelndes Kaleidoskop, das Lust macht auf das (Wieder-)Entdecken der Werke dieser Literatur-Ikone.“ (programmkino.de)
„Regisseurin Regina Schilling und Schauspielerin Sandra Hüller grenzen sich mit essayartigen Annäherungen von Einordnungs- und Einhegungsversuchen klassischer Porträts ab. Stattdessen lassen sie die Dichterin weitgehend selbst zu Wort kommen. Respektvoll und zugleich voll zärtlicher Zuneigung.“ (film-rezensionen.de)
„Wer angestrengtes Streber-Kino oder eine bleischwere Pflichtübung für Deutsch-Leistungskurse befürchtet, sieht sich zum Glück enttäuscht: Dieses eigenwillige Biopic sprüht vor Ideen und findet einen sinnlichen Zugang zur sprachgewaltigen Schriftstellerin. Ein funkelndes Kaleidoskop, das Lust macht auf das (Wieder-)Entdecken der Werke dieser Literatur-Ikone.“ (programmkino.de)
„Ich versuch’s, let’s go ist Hüllers Art, die Dinge anzugehen. Ihr Verhältnis zu ihrer eigenen Profession wirkt so lückenlos und perfekt noch in den Lücken und im Unperfekten, dass der Kontrast zu Bachmann und den Bedingungen, unter denen diese sich behaupten musste und zugrunde ging, schmerzt. Aber gut: So fliegt einem das ganze misogyne Katastrophen-Jahrhundert noch einmal richtig um die Ohren.“ (filmdienst.de)
Bild © Elliott Kreyenberg
100. Geburtstag Ingeborg Bachmann
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR
Regie: Regina Schilling, DE/AT 2026, 95 min, DCP, DF, FSK: ab 6