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FREDDY UND DIE MELODIE DER NACHT

Die Nacht beginnt und mit ihr die Arbeit von Taxifahrer Freddy. Als er am Berliner Flughafen zwei Fahrgäste mitnimmt, ahnt er nicht, welches Abenteuer ihm bevorsteht. Die beiden Männer sind keine harmlosen Zeitgenossen, sondern gefährliche Kriminelle. Nach einem missglückten Raubüberfall auf der Flucht, verlieren sie ausgerechnet auf der Rückbank von Freddys Taxi ein Pistolenmagazin. Für die Ganoven steht daraufhin fest: Dieser Zeuge muss beseitigt werden! Während Freddy und seine Freundin, die Blumenverkäuferin Ilse, das Berliner Nachtleben genießen, überfällt das skrupellose Verbrecherduo den Fahrer Paul. Sobald Freddy von dem brutalen Angriff auf seinen Freund und Kollegen erfährt, macht er sich seinerseits auf die Jagd nach den Verantwortlichen … 

Will man etwas über das Kino der Bundesrepublik in den 1950ern wissen, so wirft man am besten einen Blick auf das Schaffen von Regisseur Wolfgang Schleif und seines Stars Freddy Quinn. Schleif arbeitete nach Kriegsende zunächst für die DEFA, bis er sein Wirken 1953 nach Westdeutschland verlegte. Sein Oeuvre umfasst die diversesten Genres und politischen Ausrichtungen – gelernt hatte er sein Handwerk als Regieassistent von Veit Harlan, dem NS-Propagandaregisseur schlechthin. 
Weltenbummler Freddy Quinn brachte dem Publikum mit seinen Filmen und Schlagern sanft exotische Ansichten und Klänge fremder Länder und Kulturen – gerade in dem Maße, wie es die bundesdeutsche Wiederaufbaugesellschaft verkraften konnte. In FREDDY UND DIE MELODIE DER NACHT verleiht Schleif seiner sonst eher introvertiert und harmlos erscheinenden Freddy-Figur ein ungewohnt raues Image.

In Kooperation mit dem Wiesbadener Amt für Soziale Arbeit – Abteilung Altenarbeit.

Bild: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

In Kooperation mit…
FREDDY UND DIE MELODIE DER NACHT 
Regie: Wolfgang Schleif, DE 1960, 93 min, DCP, FSK: 6, mit Freddy Quinn, Heidi Brühl, Peter Carsten


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