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EIN SCHÖNER TAG (DF)

Da die Universitäten während des Zweiten Weltkrieges geschlossen sind, arbeitet die Medizinstudentin Barbara als Schaffnerin. Wie viele andere Frauen, unterstützt Barbara die deutschen Soldaten, indem sie einem von ihnen kleine Päckchen zukommen lässt. Was sie nicht weiß: Friedrich ist verheiratet. Als er auf Heimaturlaub nach Berlin kommt, schickt er seinen ledigen Bruder Fritz zu Barbara, um die Situation zu erklären. Doch dann kommt es zu einem folgenschweren Missverständnis… 

Der Spielfilm entstand 1943 unter der Regie und nach einem Drehbuch von Philipp Lothar Mayring und wurde am 27. Januar 1944 in Berlin uraufgeführt. Mayring war seit 1930 vor allem als Drehbuchautor tätig. In der NS-Zeit führte er zudem bei sechs Langspielfilmen Regie, darunter im Jahr 1941 auch bei dem expliziten Propagandafilm BLUTSBRÜDERSCHAFT mit Hans Söhnker, Ernst von Klipstein und Anneliese Uhlig. Während BLUTSBRÜDERSCHAFT die völkische Ideologie der Nazis offen propagiert und den Krieg verherrlicht, bleibt jener in EIN SCHÖNER TAG nur eine Randnotiz und der Schauplatz Berlin ein idyllischer Ort für eine eskapistische Liebesgeschichte, obwohl die Einschränkungen des öffentlichen Lebens u.a. durch die zunehmend schweren Bombardements der Alliierten 1943/44 für die deutsche Bevölkerung immer deutlicher zutage traten.

Bild: Quelle - DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum 

Heimatfrontfilme 
EIN SCHÖNER TAG
Regie: Philipp Lothar Mayring, DE 1944, 82 min, 35mm, DF, FSK: ab 6, mit Gertrud Meyen, Carsta Löck, Volker von Collande
Einführung am 3.9.: Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik


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