Die junge Nina Petrowna ist die Geliebte eines reichen und mächtigen Kosakenobersts. Doch das Leben im Luxus macht Nina schon lange nicht mehr glücklich. Als sie dem bettelarmen Offizier Michael Andrejewitsch begegnet und sich unmittelbar in ihn verliebt, entschließt sie sich, ihr luxuriöses Leben für ihn aufzugeben. Der Kosakenoberst will Nina jedoch nicht so einfach gehenlassen…
Pressestimmen:
„Kurz vor der Einführung des Tonfilms präsentiert DIE WUNDERBARE LÜGE DER NINA PETROWNA einen wehmütigen Abgesang auf die technischen und ästhetischen Möglichkeiten des stummen Films. Elegant gleitet Carl Hoffmanns Kamera durch teure Kulissen und erzählt vom tristen Leben der Geliebten eines reichen Obersten im dahinsiechenden Zarenreich.“ (Filmmuseum Potsdam)
Bearbeitung der Murnau-Stiftung
Dank der Zusammenarbeit von Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Filmarchiv des Bundesarchivs Berlin/Koblenz und Arte konnte vor einigen Jahren eine große Materialrecherche stattfinden. Dabei wurden auch zwei Original-Kamera-Negative der deutschen und der ausländischen Verleihfassung im Filmarchiv des Bundesarchivs gefunden. Nachdem der Vergleich abgeschlossen war, konnten Szenenfolge und Montage des Films im Jahr 2000 rekonstruiert werden. Das analoge Master dieser Restaurierung wurde 2014 mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien digital remastert.
Pianist Uwe Oberg
Uwe Oberg spielt regelmäßig Musik für Stummfilme im Murnau-Filmtheater, in der Caligari FilmBühne und dem Kino des DFFs, aber auch deutschlandweit und bei internationalen Filmfestivals. Seine Musik ist sowohl komponiert wie auch improvisiert, basierend auf Jazz und anderer zeitgenössischer Musik. Er gilt als einer der herausragenden deutschen Stummfilmmusiker. Obergs Musik ist immer mehr als Illustration, seine Performances sind einzigartig. Oft begibt er sich in außergewöhnliche Klanglandschaften, verwendet Live-Elektronik, taucht die Filme in neue Sounds und holt sie so ins Heute. 1962 in Offenbach geboren, begann Uwe Oberg mit sieben Jahren Klavier zu spielen, ging durch populäre Musikstile und landete in den frühen 1980er Jahren beim Jazz. Seit 1986 ist der Autodidakt Mitglied der KOOPERATIVE NEW JAZZ / art.ist Wiesbaden. Mit seinem einzigartigen und unverkennbaren Stil spielt Uwe Oberg an der Schnittstelle zwischen Jazz und neuer improvisierter Musik. Seit den 1980er Jahren ist er dort in zahlreichen Kontexten aktiv: Er spannt den Bogen vom Inside-Piano zu eigenen Kompositionen und der Musik von Monk. Seit 1990 arbeitet Uwe Oberg als Pianist. 2007 erhielt er den hessischen Jazzpreis. Weitere Informationen hier.
Bild: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
125. Geburtstag Hans Székely
DIE WUNDERBARE LÜGE DER NINA PETROWNA
Regie: Hanns Schwarz, DE 1928, 117 min, DCP, DF, FSK: ungeprüft, mit Brigitte Helm, Franz Lederer, Warwick Ward
Mit Live-Musik: Uwe Oberg am E-Piano, Eintritt: 12€/11€ ermäßigt