Wiesbadener Erstaufführung: Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: Das Ungesagte. Der Film wählt einen psychologischen Ansatz, um herauszufinden, was diese Menschen damals genau dachten und fühlten - und wie sie heute ihre Beteiligung bzw. Involviertheit in das NS-Regime beurteilen. Die Aussagen sind schmerzhaft ehrlich, teils verstörend, aber auch berührend, dabei gleichermaßen geprägt von moralischem Zwiespalt, verdrängten Schuldgefühlen, Trauma und Trauer. Zudem erzählen auch jüdische Überlebende, und erhellen die bis heute verbliebenen blinden Flecken in der Perspektive der damaligen Mehrheitsgesellschaft. Die Verbindung beider Perspektiven eröffnet unerwartete, erschütternde Erkenntnisse.
Ausgezeichnet mit dem Granit-Hofer Dokumentarfilmpreis bei den internationalen Hofer Filmtagen 2025.
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Pressestimmen:
„Ein ebenso erschütterndes wie verstörendes Zeitdokument, das unbedingt im Geschichtsunterricht gezeigt werden sollte.“ (Cinema)
„DAS UNGESAGTE stellt dieses Selbstverständnis in Frage, dürfte angesichts des Alters der nur noch wenigen Zeitzeugen eines der, wenn nicht das letzte Dokument seiner Art bleiben. Besonders als Basis für anschließende Diskussionen eignet sich der Film, der gerade durch seine spröde, zurückgenommene Form überzeugt.“ (programmkino.de)
In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden und dem Kulturamt Wiesbaden.
Bild © imFilm Agentur + Verleih
27. Januar: Erinnern an die Opfer
DAS UNGESAGTE
Regie: Patricia Hector, Lothar Herzog, DE 2025, 143 min, DCP, DF, FSK: ab 12
Überlängenaufschlag: 1€