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ABSCHIED (SO SIND DIE MENSCHEN) (DF)

Berliner Milieustück, in dem die Schicksale der vom Leben Enttäuschten in der Pension „Splendide“ aufeinandertreffen. Nur Peter und Hella haben noch Hoffnungen inmitten gescheiterter Existenzen – die ersehnte Hochzeit rückt in Griffweite, als Peter eine bessere Stelle in Dresden angeboten wird. Er will Hella überraschen, erzählt aber anderen Pensionsgästen davon: So erfährt sie es doch und verschweigt nun ihrerseits Geldprobleme, was eine unglückselige Reihe von Missverständnissen auslöst.

„Ernstes und Heiteres aus einer Familienpension“ lautet der Untertitel von Robert Siodmaks zweiter Regiearbeit und seinem ersten Tonfilm. Mit dem Kollektivwerk MENSCHEN AM SONNTAG (1929) galt er als wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit. ABSCHIED besticht ebenfalls mit realistisch gezeichneten Figuren und einer assoziativen Erzählweise. Irma von Cube und Emeric Pressburger verfassten das Drehbuch zu ABSCHIED.

Ein Jahr nach der Premiere brachte die Ufa den Film noch einmal in die Kinos, ergänzt um ein Happy End, das nicht von Siodmak stammt. Im Jahr 2014 konnte die photochemische Restaurierung des Films in 2K digitalisiert werden. In der Edition der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung ist der geänderte Epilog der Ufa im Anschluss an Siodmaks Ende zu sehen. Digitalisierung gefördert von FFA.

Bild: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Pionierinnen des Kinos
ABSCHIED (SO SIND DIE MENSCHEN)
Regie: Robert Siodmak, DE 1930, 78 min, DCP, DF, FSK: ab 12, mit Brigitte Horney, Aribert Mog, Emilie Unda


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