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In memoriam Curd Jürgens

Curd Jürgens (*13.12.1915 in München; †18.6.1982 in Wien) war einer der wenigen deutschsprachigen Schauspieler, dem nicht nur der Durchbruch in der US-amerikanischen Filmindustrie gelang, sondern auch eine über zwei Jahrzehnte anhaltende Karriere in Hollywood.
Seine Filmlaufbahn begann Mitte der 1930er Jahre in der NS-Filmindustrie. Noch bevor er ein Theater-Engagement erhielt, drehte er mit KÖNIGSWALZER (1935) seinen ersten Kinofilm: In dieser Liebesgeschichte aus München anno 1852 spielt er den jungen Kaiser Franz Joseph von Österreich. Weitere Filme dieser ersten Jahre waren bspw. SALONWAGEN E 417 (1939) und EIN GLÜCKLICHER MENSCH (1943) sowie, in einer ersten Hauptrolle, EINE KLEINE SOMMERMELODIE (1944) – wir zeigen die drei frühen Jürgens-Filme im Juni anlässlich seines 40. Todestages.

Der große Durchbruch und die endgültige Anerkennung als Charakterdarsteller gelang Jürgens 1955 mit gleich drei Aufsehen erregenden Filmen, in denen er sein bisheriges Rollen-Image als Lebemann, Frauenheld und Charmeur durch tragische Elemente brach: Helmut Käutners Zuckmayer-Verfilmung DES TEUFELS GENERAL, Robert Siodmaks Hauptmann-Adaption DIE RATTEN und Yves Ciampis französisches Kolonialdrama DIE HELDEN SIND MÜDE. Für letzteren wurde Jürgens bei den Filmfestspielen Venedig mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet.

Curd Jürgens spielte über vier Jahrzehnte hinweg in rund 150 Filmen mit. Neben anspruchsvollen Produktionen war auch immer wieder Unterhaltungsware dabei. Sein wohl berühmtester Auftritte war die Rolle des Karl Stromberg als Roger Moores Gegenspieler in JAMES BOND 007 – DER SPION, DER MICH LIEBTE (GB 1977).

Bild: Quelle DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.

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