Film

Adressatin verstorben

(Spielfilm/Hauptfilm)

  • aus dem Jahre 1911
  • Deutsche Erstaufführung: 09.03.1912
  • Land: Deutschland
  • Regie: Adolf Gärtner
  • Drehbuch: Luise del Zopp
  • Kamera: Carl Froelich
  • Kurzinhalt:
    Die Firma Meesters Projektion schreibt einen Wettbewerb für kinematografische Ideen aus und prompt beginnt alle Welt zu schreiben. Unter den dicken Stapeln von Briefen, die der Briefträger zur Blücherstrasse schleppt, ist auch einer, der die seltsame Lebensgeschichte der Greisin Juliane erzählt. - Sommer 1847. Juliane ist bei Ihrer Tante zu Besuch auf dem Land und findet ihre grosse Liebe in d ...
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    Die Firma Meesters Projektion schreibt einen Wettbewerb für kinematografische Ideen aus und prompt beginnt alle Welt zu schreiben. Unter den dicken Stapeln von Briefen, die der Briefträger zur Blücherstrasse schleppt, ist auch einer, der die seltsame Lebensgeschichte der Greisin Juliane erzählt. - Sommer 1847. Juliane ist bei Ihrer Tante zu Besuch auf dem Land und findet ihre grosse Liebe in dem jungen Arzt Magnus Scholanter. Beim Abschied gibt er ihr einen brieflichen Heiratsantrag für ihren Vater mit. Kaum ist Juliane in Berlin angekommen, bestürmt sie den Vater zu antworten. Natürlich ist sie neugierig und liest heimlich die Antwort des Vaters - er ist einverstanden. Aber in seiner Zerstreutheit legt er den Brief in ein aufgeschlagenes Buch. So warten Magnus und Juliane vergeblich auf Nachricht voneinander, und beide sind zu stolz, beim anderen nach dem Grund des Schweigens zu fragen. Aus lauter Trotz willigt Juliane ein, Wolfgang Marberg, den Kollegen ihres Vaters zu heiraten. Als Magnus ihre Hochzeitsanzeige erhält, fährt er nach Berlin, doch als er vor ihrem Haus ankommt, ist die Zeremonie schon vorbei. Es ist der 18.März 1848. Die Aufständischen ziehen am Haus vorbei und Magnus gerät in die Menge. Juliane erscheint am Fenster, sieht den sehnsuchtsvoll Winkenden und wird ohnmächtig. Magnus glaubt, nichts mehr zu verlieren zu haben, geht mit in den Kampf und fällt. Wenig später stirbt auch Julianes Vater, mit seinem Nachlass verschwindet der Brief in einer Truhe. - 63 Jahre später sitzt die alte Juliane im Sessel und liest die Ausschreibung des Wettbewerbs. Ihr Enkel erklärt ihr, was ein Kinematograf ist. Beim Stöbern in der Truhe findet er in Miltons "Das verlorene Paradies" den Brief. - Julianes Geschichte wird von Meester mit einem Ehrenpreis von 100 Mark bedacht. Als der Briefträger mit der Nachricht kommt, findet er Juliane tot in ihrem Lehnstuhl. Der Brief geht zurück mit dem Vermerk "Adressatin verstorben"
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  • Produktion: Messters Projektions GmbH