Film

Aussstellung Verboten! Filmzensur in Europa


  • Verboten! Die aktuelle Ausstellung im Deutschen Filmhaus
  • Schirmherrin Rose-Lore Scholz, Kuratorin Swenja Schiemann, Vorstand Ernst Szebedits und Christiane von Wahlert (FSK)
  • Ernst Szebedits mit Ruth Wagner und Dr. Helmut Müller
  • Das Ausstellungsteam: Swenja Schiemann, Erika Wottrich und Sebastian Schnurr
  • Martin Reinhart (Österreichisches Filmmuseum) führte in den Eröffnungsfilm PANZERKREUZER POTEMKIN ein
  • Die Ausstellung ist geöffnet zu den Kinovorstellungen. Die begleitende Filmreihe zeigt Meilensteine
  • Zensur-Beispiel: der sowjetische Revolutionsfilm PANZERKREUZER POTEMKIN
  • In der Synchronisation verfälscht: die deutsche Kinofassung von CASABLANCA
  • Im Dritten Reich verboten: die Ufa-Produktion DER VERZAUBERTE TAG
  • Von Stanley Kubrick selbst aus dem Verkehr gezogen: der Skandalfilm UHRWERK ORANGE

Die Ausstellung „Verboten! Filmzensur in Europa“ widmet sich vom 12. März bis 4. Mai 2014 im Deutschen Filmhaus (Wiesbaden) den unterschiedlichen Facetten des Themas. Die begleitende Filmreihe zeigt ausgewählte Klassiker mit besonderer Zensurgeschichte: Das sowjetische Revolutionsepos PANZERKREUZER POTEMKIN wurde in der Weimarer Republik als „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“ angesehen; Stanley Kubricks UHRWERK ORANGE trägt das Label „Skandalfilm“; im Dritten Reich verboten waren die Ufa-Produktion DER VERZAUBERTE TAG und CASABLANCA, das später „entnazifiziert“ in die bundesrepublikanischen Kinos kam.

Eröffnet wird die Ausstellung von Ernst Szebedits (Vorstand, Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung), Rose-Lore Scholz (Stadträtin und Schirmherrin der Ausstellung), Swenja Schiemann (CineGraph, Hamburg) und Christiane von Wahlert (Geschäftsführerin, Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) am Montag, 10. März (19 Uhr). Im Anschluss läuft um 20.30 Uhr PANZERKREUZER POTEMKIN (SU 1925/30) mit einer Einführung von Martin Reinhart (Österreichisches Filmmuseum und Technisches Museum, Wien)

Zur Ausstellung (12. März bis 4. Mai 2014)
Seit der Erfindung des Films Ende des 19. Jahrhunderts wurde immer wieder kontrollierend und einschränkend auf die Leinwanddarstellungen eingewirkt. Dabei änderten sich im Laufe der Jahrzehnte die Grundsätze und Methoden der Empörten, Anstoßnehmenden und Verbietenden, entsprechend den jeweiligen Machthabern und Staatsformen. Auch die Filmindustrie selbst griff – oft auf die Wünsche der staatlichen und religiösen Autoritäten oder die Reaktionen des Publikums spekulierend – in die Filme ein, beispielsweise durch verstümmelnde Kürzungen und verfälschende Synchronisationen.
„Verboten! Filmzensur in Europa“ zeichnet Stationen der Filmzensur an ausgewählten Beispielen nach. Präsentiert werden Dokumente, Plakate und Fotos. Erstellt wurde die Schau von CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V. zu cinefest - Internationales Festival des deutschen Film-Erbes im November 2013.
Im Deutschen Filmhaus, Wiesbaden wird sie in Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) gezeigt.

Zur Filmreihe (ab März und April)
Begleitend zur Ausstellung zeigen wir im März und April eine Filmreihe mit Klassikern, die eine besondere Zensurgeschichte zu erzählen haben. Bei der Eröffnung am 10. März zeigen wir Panzerkreuzer Potemkin, in der Weimarer Republik eine „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“. Stanley Kubricks genialer Skandalfilm Uhrwerk Orange ist diesmal zudem „sensor-Film des Monats“. Im Dritten Reich verboten waren die Ufa-Produktion Der verzauberte Tag und Casablanca mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann.



Eintritt zu Ausstellungseröffnung und Filmvorführung: 8 €